Prompts sind Anweisungen, die den Rahmen, die Bedingungen und das Ausgabeformat für die jeweilige Aufgabe festlegen. Der richtige Prompt kann Prüfungs-, Entwurfs- und Reaktionszeiten erheblich verkürzen und gleichzeitig die Präzision steigern. Ein ungeeigneter Prompt hingegen kann Zeit kosten, Nacharbeiten erfordern oder Risiken bergen.
Zudem stellt sich die Frage, wo diese Prompts verwendet werden. Viele Rechtsabteilungen arbeiten heute in einer hybriden Umgebung. Während einige Kollegen mit generischen KI-Tools für schnelle Aufgaben experimentieren, nutzen andere bereits juristisch spezialisierte KI, die in sichere Arbeitsabläufe integriert ist. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung, doch die Art und Weise der Prompt-Formulierung sollte sich grundlegend unterscheiden.
Hinweis: Wenn Ihr Rechtsteam bei jeder Sitzung den Kontext mühsam von Neuem aufbauen muss – indem Sie einem generischen KI-Tool Ihre Rolle, Ihre Playbooks und Ihre Standards wiederholt erklären –, dann wurde LEGALFLY entwickelt, um genau diese Ineffizienz zu beseitigen. Ihr Kontext ist vom ersten Tag an fest integriert. Buchen Sie eine Demo, um zu sehen, wie intuitiv das Prompting auf einer Plattform funktioniert, die Ihre Standards bereits kennt.
Warum generische KI an ihre Grenzen stößt
Generische KI-Tools wie ChatGPT oder Claude sind leistungsstark, wurden jedoch nicht für die hohen Ansprüche im Rechtsbereich entwickelt. Die wesentlichen Einschränkungen für juristische Teams sind:
Sicherheitsrisiken: Alles, was in ein öffentliches KI-System kopiert wird, kann außerhalb Ihrer Kontrolle verarbeitet oder gespeichert werden. Dies birgt erhebliche Risiken, wenn Daten von Mandanten, Vertragspartnern oder Mitarbeitern betroffen sind. Sollten Sie ein allgemeines KI-Tool nutzen, entfernen Sie stets vorab alle sensiblen Informationen. Ersetzen Sie Namen, Daten, Beträge oder Unternehmensdetails durch Platzhalter wie [Mandant], [Betrag] oder [Datum]. Kopieren Sie niemals vollständige Verträge oder regulierte Inhalte.
Fehlender juristischer Kontext: Generische Modelle sind nicht auf Verträge, regulatorische Vorgaben oder die spezifischen Playbooks Ihres Unternehmens abgestimmt. Die Ergebnisse wirken zwar oft überzeugend, lassen jedoch entscheidende juristische Details vermissen.
Begrenzte Verarbeitungskapazität: Umfassende Verträge werden unter Umständen gekürzt, sodass das System lediglich die ersten Seiten analysiert.
Keine Konsistenz: Da jede Sitzung ohne Gedächtnis neu startet, müssen Sie Ihre Rolle, Ihren Stil und Ihre Zielsetzungen jedes Mal aufs Neue erklären.
Aus diesen Gründen sollte generische KI ausschließlich für risikoarme, randjuristische Aufgaben eingesetzt werden, bei denen keinerlei sensitive Daten verarbeitet werden.
Rechtssichere KI für hochvertrauliche Daten

Spezialisierte Legal-AI-Plattformen wie LEGALFLY wurden gezielt für Juristen entwickelt. Sie basieren auf denselben leistungsstarken Large Language Models (LLMs), ergänzen diese jedoch um Sicherheitsvorkehrungen und Funktionen, die einen rechtssicheren Einsatz bei anspruchsvollen Mandaten ermöglichen:
Integrierter Datenschutz (Data Protection by Design): Sensible Informationen werden vor der Verarbeitung automatisch anonymisiert. Ohne entsprechende Sicherheitskontrollen gelangen keine Daten in externe Umgebungen.
Berücksichtigung des juristischen Kontextes: Die Plattform wendet Ihre spezifischen Playbooks, internen Richtlinien und Risikotoleranzen an, sodass die Ergebnisse exakt Ihren Standards entsprechen.
Konsistenz: Im Gegensatz zu generischen Tools speichert LEGALFLY Ihre Rolle und Ihren bevorzugten Stil über verschiedene Aufgaben hinweg. Sie müssen den Kontext nicht bei jeder neuen Sitzung neu definieren.
Fundierte Ergebnisse: LEGALFLY ist direkt mit über 500 offiziellen Gesetzestexten und Quellen verknüpft, wodurch stets rechtlich fundierte Antworten gewährleistet sind.
Dadurch können Sie vollständige Verträge hochladen, die Einhaltung regulatorischer Vorgaben wie DSGVO oder DORA prüfen und Entwürfe oder Vergleiche erstellen, ohne Datenlecks oder den Verlust juristischer Nuancen befürchten zu müssen. Vereinbaren Sie hier Ihre persönliche Demo.
Vorher vs. Nachher: Generische KI im Vergleich zu Legal AI
Generische KI (ChatGPT/Claude):
„Prüfe diese Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) und weise auf Risiken hin.“
→ Ergebnis: Eine Auflistung allgemeiner Standardthemen (anwendbares Recht, Haftung, Kündigung) ohne Abgleich mit Ihrer Vorlage oder Ihrem Playbook. Zudem besteht das Risiko, dass sensible Daten extern gespeichert werden.
LEGALFLY:
„Prüfe diese Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) im Abgleich mit unserer Standardvorlage. Hebe Abweichungen bei der Geheimhaltung oder Datenverarbeitung hervor und schlage Formulierungen aus unserem Playbook vor.“
→ Ergebnis: Eine detaillierte Gegenüberstellung der Abweichungen im Änderungsmodus, exakt abgestimmt auf Ihre Vorlage, während der Verarbeitung anonymisiert und mit einem lückenlosen Audit-Trail zur Einhaltung der Compliance-Richtlinien versehen.
Dies verdeutlicht den Unterschied zwischen dem bloßen Experimentieren mit einem öffentlichen KI-Tool und der Etablierung einer professionellen Legal-AI-Umgebung für die tägliche Mandatsarbeit. Mit LEGALFLY nutzen Sie die Schnelligkeit der KI, ohne die Kontrolle über Ihre Daten, Standards und Ihre berufsrechtliche Verantwortung zu verlieren.

Warum präzises Prompting entscheidend ist
Die meisten modernen Legal-AI-Tools basieren auf Large Language Models (LLMs). Ein LLM ist eine Form der künstlichen Intelligenz, die auf Basis gewaltiger Textmengen trainiert wurde. Anstatt Fakten statisch abzuspeichern, analysiert es statistische Muster in der Sprache und generiert die wahrscheinlichste Fortsetzung eines Textes.
Dies ermöglicht es der KI, Klauseln zu entwerfen, Verträge zusammenzufassen oder Fragen in natürlicher Sprache zu beantworten – es bedeutet jedoch auch, dass die Ergebnisse ungenau oder unvollständig sein können.
Die Instruktionen, die Sie dem System geben (Ihr Prompt), sind hierbei ausschlaggebend. Ist der Prompt vage formuliert („Überarbeite diesen Text“), muss die KI Ihre Absicht erraten. Ist der Prompt hingegen präzise und strukturiert („Formuliere diese Klausel in einfachem Deutsch, maximal 150 Wörter, nach deutschem Recht“), folgt die KI einem klaren Pfad, was die Zuverlässigkeit der Ergebnisse drastisch erhöht.
Vergleichen Sie dies mit der Delegation einer Aufgabe an einen Junganwalt: Ohne den nötigen Kontext wird das Ergebnis selten Ihren Erwartungen entsprechen. Erst durch präzise Anweisungen erhalten Sie eine verwertbare Arbeitsgrundlage.
Wenn Sie Ihr Wissen im Bereich Prompting und KI-Kompetenzen gezielt für die juristische Praxis vertiefen möchten, bietet Ihnen LEGALFLY ein kostenloses, flexibles KI-Training für Juristen an, das speziell auf die Bedürfnisse von Rechtsexperten aller Erfahrungsstufen zugeschnitten ist.
Wie LLMs auf Prompts reagieren
Um zu verstehen, warum bestimmte Prompts effektiver sind als andere, sind einige grundlegende Funktionsweisen hilfreich:
Attention (Aufmerksamkeit): Im Gegensatz zum Menschen, der Texte Zeile für Zeile liest, verarbeitet ein LLM alle Wörter einer Eingabe simultan. Es widmet jedem Teil Ihres Prompts Aufmerksamkeit. Wenn Sie also schlechte Formulierungen als Negativbeispiel anführen, besteht das Risiko, dass die KI sich daran orientiert und Teile davon übernimmt. Zeigen Sie für Entwürfe daher stets ausschließlich gelungene Beispiele. Negativbeispiele eignen sich zur Klassifizierung (z. B. „Bestimme, welche dieser Optionen korrekt ist“), jedoch nicht zur Generierung von Texten.
Wahrscheinlichkeiten: Das Modell wählt nicht bei jedem Durchgang exakt dasselbe Wort. Es entscheidet sich Schritt für Schritt für ein Wort aus einer Gruppe von wahrscheinlichen Folgebegriffen. Daher können für dieselbe Anfrage variierende Antworten entstehen. Strukturierte Prompts minimieren diese Varianz erheblich.
Komplexität der Aufgabe: Wenn Sie von dem Modell verlangen, eine hochkomplexe Aufgabe in einem einzigen Schritt zu lösen (z. B. „Prüfe diesen 50-seitigen Vertrag und erstelle einen vollständigen Bericht“), sinkt die Qualität des Ergebnisses. Die Aufteilung der Aufgabe in kleinere Zwischenschritte – wie Strukturierung, Entwurf und finale Ausformulierung – führt zu weitaus präziseren Ergebnissen.
Kapazitätsgrenzen des Arbeitsspeichers: Einige Modelle verarbeiten bei langen Dokumenten nur einen Teil des Textes. Wenn das Ergebnis nach dem Hochladen eines Vertrags unvollständig wirkt, hat das Modell möglicherweise nur die ersten Seiten analysiert. Das Aufteilen von Dokumenten in einzelne Abschnitte schafft hier Abhilfe.

Praxisnahe Prompting-Tipps für Juristen
Die Qualität des Outputs eines LLMs hängt maßgeblich von der Qualität Ihres Inputs ab. Erstklassige Prompts liefern dem Modell Kontext, Struktur und klare Grenzen. Beachten Sie dabei folgende Grundregeln:
1. Kontext bereitstellen
Definieren Sie Ihre Rolle und das Ziel der Aufgabe, um den optimalen Rahmen zu setzen.
Beispiel: „Ich bin Wirtschaftsjurist und prüfe eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA). Fasse die wesentlichen Geheimhaltungsverpflichtungen zusammen.“
2. Präzise formulieren
Legen Sie Tonalität, Umfang und den genauen Rahmen fest. Eine bloße Aufforderung wie „Verbessere diesen Text“ lässt zu viel Interpretationsspielraum.
Beispiel: „Fasse diese Klausel in verständlicher Sprache zusammen, maximal 120 Wörter, basierend auf deutschem Recht.“
3. Positive Beispiele nutzen
Geben Sie das gewünschte Format klar vor – etwa als Stichpunkte, Tabelle oder im Änderungsmodus. Vermeiden Sie Negativbeispiele, da das System diese dennoch in die Texterstellung einbeziehen kann.
Beispiel: „Stelle die Verpflichtungen in einer Tabelle mit drei Spalten dar: Vertragspartei, Pflicht, Typische Fallstricke.“
4. Aufgaben in Einzelschritte unterteilen
LLMs erzielen die besten Ergebnisse bei einer schrittweisen Bearbeitung. Fordern Sie nicht den sofortigen Entwurf eines 20-seitigen Vertrags an. Beginnen Sie mit einer Gliederung, arbeiten Sie die Abschnitte nacheinander aus und verfeinern Sie abschließend die Formulierungen.
Beispiel: Schritt 1: „Erstelle eine Gliederung für die Standardabschnitte eines SaaS-Vertrags.“ Schritt 2: „Entwirf nun den Abschnitt zur Datensicherheit.“
5. Leitplanken setzen
Formulieren Sie konkrete Handlungsanweisungen, statt nur Verbote auszusprechen. Negativformulierungen („Tue X nicht“) führen oft zu unbeständigen Ergebnissen.
Beispiel: „Zitiere einschlägige Rechtsprechung stets im Wortlaut.“
6. Bewährte Prompts wiederverwenden
Sichern Sie erfolgreiche Prompts als Standardvorlagen, um sie in neuen Sitzungen direkt wiederzuverwenden. Das spart Zeit und sichert eine konsistente Qualität.
7. System-Prompts für dauerhafte Konsistenz nutzen
Viele Anwender nutzen sogenannte „System-Prompts“ – eine übergeordnete Anleitung, die Ihre Rolle, Prioritäten und Stilvorgaben definiert. Bei generischen Tools wie ChatGPT müssen diese Informationen bei jedem Chat neu eingegeben werden. Juristisch spezialisierte Plattformen wie LEGALFLY speichern Ihren Arbeitskontext automatisch im Hintergrund, was den täglichen Aufwand erheblich minimiert.
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