„Ich habe die strategische Seite des Rechts geliebt“, sagt sie, „aber mir wurde auch klar, wie viel Zeit für repetitive Aufgaben aufgewendet wurde: das Finden der passenden Vorlage, das Sichten Hunderter von Dokumenten im Rahmen von Due-Diligence-Prozessen, die Prüfung ähnlicher Klauseln. Es war offensichtlich, dass die Arbeitsweise von Juristen bald ganz anders aussehen würde.“
Diese Erkenntnis markierte den Beginn einer beruflichen Neuausrichtung, die sie von der traditionellen Anwaltschaft zu LEGALFLY führen sollte. Heute arbeitet Anastasia als unser Product und Client Counsel an der Schnittstelle von Recht, Technologie und Produktdesign und trägt maßgeblich dazu bei, wie LEGALFLY Rechtsabteilungen weltweit unterstützt.
Vom M&A zum MBA
Nach zwei Jahren im Gesellschaftsrecht ermutigte Anastasias Kanzlei sie, ein LL.M.-Studium zu absolvieren. Stattdessen fragte sie, ob sie einen MBA machen könne. „Ich war schon immer unternehmerisch veranlagt“, sagt sie. „Noch vor meiner juristischen Tätigkeit hatte ich ein E-Commerce-Unternehmen gegründet. Ich wollte nicht nur rechtliche Strukturen verstehen, sondern auch, wie Unternehmen wachsen, sich erneuern und anpassen.“
Ihre Entscheidung führte sie an die INSEAD, eine der weltweit führenden Business Schools mit Standorten in Singapur und Frankreich. Dort fand sie sich inmitten von Technologie-Experten, Gründern und zukünftigen Führungskräften wieder.
„Von einem Tag auf den anderen war ich nicht mehr unter Juristen, sondern unter Unternehmern und Wirtschaftsführern“, sagt sie. „Dieses Umfeld hat mir die Augen geöffnet. Alle paar Monate kam ein neues KI-Modell auf den Markt und veränderte alles. Es war unmöglich zu ignorieren, wie schnell sich die Technologie weiterentwickelte.“
In diesem Jahr experimentierte sie intensiv mit KI, entwickelte Anwendungen und testete Tools zur Optimierung von Arbeitsabläufen. „Das Entwicklungstempo war mit nichts anderem zu vergleichen“, sagt sie. „Es war nicht wie bei der Blockchain oder den NFTs, bei denen praktische Anwendungsfälle unklar waren. Die KI veränderte bereits die Arbeitsweise, und mir wurde klar, dass meine eigene Tätigkeit als Juristin nicht mehr lange dieselbe bleiben würde.“

Warum LEGALFLY herausragte: Eine Plattform, die speziell für Rechtsabteilungen entwickelt wurde
Als Anastasia auf die Stellenausschreibung von LEGALFLY für einen Product and Client Counsel stieß, weckte die Beschreibung sofort ihr Interesse. „Gesucht wurde ein unternehmerisch denkender Jurist, der die Brücke zwischen Recht und Produkt schlagen kann – und das beschrieb mich perfekt“, sagt sie.
Neben der Aufgabe selbst war es der Fokus des Unternehmens, der sie anzog. „LEGALFLY wurde für In-House-Rechtsteams entwickelt, nicht für Kanzleien“, erklärt sie. „Das ist ein entscheidender Unterschied. Während Kanzleien KI eher für die Recherche oder im Rahmen von Prozessen nutzen, benötigen Rechtsabteilungen Unterstützung bei der effizienten und sicheren Verwaltung von Verträgen, Compliance und Prozessen.“
Auch die Wachstumsphase von LEGALFLY sprach sie an. „Es war kein Fünf-Personen-Startup mehr. Es gab bereits ein stabiles Fundament, internationale Ambitionen und eine klare Produktvision. Und das Wichtigste: Ich habe an das Produkt geglaubt. Es sah hervorragend aus und ich sah sofort das Potenzial, einen echten Unterschied für Rechtsabteilungen zu machen.“
Um zu erfahren, wie LEGALFLY Sie unterstützen kann, vereinbaren Sie gerne ein Gespräch mit einem unserer Experten.
Juristische Expertise in Produktdesign übersetzen
Seit ihrem Einstieg bei LEGALFLY arbeitet Anastasia eng mit Entwicklern und Produktdesignern zusammen, um die Leistung der Plattform bei konkreten juristischen Aufgabenstellungen – von der Klauselanalyse bis zum Compliance-Mapping – präzise abzustimmen. „Mein Einfluss auf das Produkt ist weitaus größer als erwartet“, sagt sie. „Ich erarbeite mit dem Team neue Funktionen, die für den Mandanten unmittelbar relevant sind, verbessere das Produkt und rolle diese Optimierungen anschließend für alle Nutzer aus.“
Die Dynamik der Entwicklung ist beeindruckend. „In nur zwei Monaten hat sich die Plattform signifikant weiterentwickelt. Das ist das Spannende: zu sehen, wie schnell sich LEGALFLY an den Bedürfnissen der Mandanten ausrichtet.“
Ihre Rolle umfasst auch Reisen durch Europa und den Nahen Osten, um Mandanten zu treffen und aufzuzeigen, wie KI nahtlos in deren Arbeitsabläufe integriert werden kann. „Als Anwalt arbeitet man oft für den Mandanten“, sagt sie. „Hier arbeite ich mit dem Mandanten. Es ist ein partnerschaftlicher Prozess, und der persönliche Austausch bleibt von unschätzbarem Wert. Der Vertrieb von KI basiert nicht nur auf dem Produkt selbst. Er basiert auf Vertrauen.“
Was Juristen tatsächlich von KI erwarten
Dank ihres juristischen Hintergrunds verfügt Anastasia über ein tiefes Verständnis dafür, worauf es den Anwendern in der Praxis ankommt. „Man kann kein erstklassiges juristisches KI-Produkt entwickeln, ohne den Mandanten zuzuhören“, betont sie. „Es geht nicht darum, etwas Komplexes zu schaffen. Es geht darum, das richtige Problem zu lösen. Man muss verstehen, an welcher Stelle im Workflow LEGALFLY einen echten Mehrwert stiften kann.“
Dieses Gleichgewicht aus juristischem Gespür und technologischem Verständnis prägt ihren Arbeitsansatz. „Manche glauben, man müsse KI-Entwickler sein, um in diesem Bereich tätig zu sein“, sagt sie. „Das stimmt nicht. Was man braucht, ist solide juristische Erfahrung, Neugier und die Bereitschaft, mit neuen Tools zu experimentieren. Die einzige Möglichkeit, am Ball zu bleiben, besteht darin, kontinuierlich dazuzulernen – sowohl über KI im Allgemeinen als auch über die wöchentliche Weiterentwicklung unserer eigenen Plattform.“
Vom Proof of Concept zum produktiven Alltagseinsatz
Anastasia beobachtet, dass sich der Markt für juristische KI von ersten Testphasen hin zu unternehmensweiten Implementierungen wandelt – eine Entwicklung, die sowohl Chancen als auch Verantwortung mit sich bringt. „Bisher haben erst wenige Unternehmen KI in ihrer gesamten Organisation etabliert“, sagt sie. „Das ändert sich nun, was neue Anforderungen an Governance, Datenschutz und Change Management stellt. Für die Branche ist dies ein faszinierender Moment.“
Mit der expandierenden Präsenz von LEGALFLY blickt sie optimistisch in die Zukunft. „Wir erreichen eine Phase, in der KI nicht mehr nur experimentell ist. Sie wird zum integralen Bestandteil der täglichen juristischen Arbeit. Unser Ziel ist es, diesen Übergang für jeden Mandanten reibungslos, sicher und wertschöpfend zu gestalten.“
Die Brücke zwischen Recht, Wirtschaft und Technologie
Für Anastasia fühlt sich der Wechsel zu LEGALFLY eher wie eine logische Weiterentwicklung an und weniger wie eine Abkehr vom Recht. „Ich habe die Rechtswelt nicht verlassen“, sagt sie. „Ich nutze meine Ausbildung weiterhin, nur auf eine andere Art und Weise. Die Mission von LEGALFLY ist es, eine KI zu entwickeln, die genau so arbeitet wie ein juristisches Team. Das gelingt nur, wenn man das juristische Denken von innen heraus versteht.“ Dies verdeutlicht, was LEGALFLY im Markt für juristische KI auszeichnet: Die Plattform basiert nicht nur auf Technologie, sondern wird maßgeblich von Juristen geprägt, welche die Realität des Rechtsalltags genau kennen.
„KI wird das juristische Urteilsvermögen nicht ersetzen“, sagt Anastasia. „Aber sie wird die Art und Weise verändern, wie wir es einbringen. Mein Ziel ist es, sicherzustellen, dass dieser Wandel Juristen dabei unterstützt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das strategische Denken, die Beratung und die gestaltende Führung.“






